Spieglein, Spieglein an der Wand, wer hat die meiste Knete im Gewand?

Es waren einmal 14 Kinder zwischen 2 und 5 Jahren, die im beschaulichen Uhyst wohnten. Dort besuchten sie den Kindergarten der Spreezwerge, spielten mit Duplo und mit der Puppenküche, tobten draußen auf dem Spielplatz und lernten viele neue Dinge kennen. Eines Tages beschlossen die Erzieherinnen, dass die Kinder noch etwas viel Neueres lernen sollten, und zwar die Geheimnisse des Trickfilms. Also suchten sie nach Hilfe beim SAEK Bautzen. Es dauerte nicht lang und der SAEK kam mit Tablets, Kameras, Aufnahmegeräten, Laptops und natürlich mit Knete und Papier vorbei. Zuerst wurde den Kindern erklärt, wie man Gegenstände mit Fotos in Bewegung versetzen kann. Doch dann riefen sie: „Wir wollen einen eigenen Film machen. Mit einer richtigen Geschichte.“ Die Geschichte sollte allen Kindern bekannt sein, und weil jedes Kind Märchen kennt, wurde beschlossen, Schneewittchen als Kindergartenkinokurzfilm zu produzieren.

Nun mussten die Figuren geknetet und Kulissen gemalt werden. Auch die Requisiten durften nicht fehlen. Als nächstes richtete das Filmteam die Trickfilmtische mit jeweils verschiedenen Kulissen ein. Dann ging es an die Fotoerstellung: Im Wechsel machten die Kinder mit den Tablets Fotos und bewegten die Figuren und Gegenstände Millimeter für Millimeter. Das war manchmal ganz schön anstrengend, denn das Tablet durfte nicht verrutschen und die Figuren konnte man zwischendurch auch nicht einfach so zum Spielen aus der Szene wandern lassen.

Schon nach drei Tagen war der Film fast fertig. Fast. Nun wurden zwei mobile Tonstudios eingerichtet und die Kinder sprachen noch Text ein, machten Geräusche nach und sangen sogar ein Lied.

Zur Filmpräsentation wurde der Turnsaal mit Leinwand, Beamer und Popcorn zum Kinosaal umgebaut. Ob der Knetfilm den Kindern gefallen hat? – „Jaaaaaaa!“

Und wenn die Kinder auch heute noch Knete in ihrer Kleidung haben, dann ist in der Woche bei den Spreezwergen alles richtig gelaufen.

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