Science-Fiction im Tagebau mit autistischen Jugendlichen

7. Juli 2011 Leipzig

Autistische und nicht-autistische Jugendliche werden vom 11. bis 15. Juli 2011 erstmalig in Leipzig gemeinsam einen Science-Fiction-Film produzieren.

Veranstalter des Projektes sind der SAEK Leipzig und das Internationale Bildungs- und Sozialwerk e.V. Autismusambulanz Leipzig.

Vor allem sollen Jugendliche mit und ohne Beeinträchtigung beim Filmdrehen miteinander in Kontakt kommen und einer Atmosphäre arbeiten, in der die
individuellen Stärken im Vordergrund stehen.

„Autistische Menschen haben meist ein sehr gutes Verständnis von mathematischen und technischen Themen.“, so Jakob Rehfeld von der Autismusambulanz. „Schwierigkeiten bereitet es ihnen jedoch, sich in andere hineinzuversetzen oder Mimik zu verstehen.“

Egal, ob Zeitreisen, Raumfahrt oder Außerirdische, die Jugendlichen können selbst bestimmen, wovon ihr eigener Science-Fiction-Film handelt. „Wir sind total gespannt auf die Ideen der Teilnehmer“, erzählt die Projektverantwortliche Jördis
Dörner vom SAEK Leipzig. Teilnehmen werden zehn Kinder zwischen 10 und 14 Jahren. Drehort ist unter anderem der Tagebau bei Profen, etwa 30 Kilometer südwestlich von Leipzig.

Hintergrund Autismus:
Autismus ist eine angeborene, unheilbare Wahrnehmungs- und Informationsverarbeitungsstörung, die in den Bereichen der Kommunikationsfähigkeit, dem Sozial- und Kontaktverhalten und dem eingeschränkten Spektrum an Handlungen und Interessen zu Auffälligkeiten führen kann.

Die Ausprägung des Autismus ist bei jedem Betroffenen sehr individuell, sie reicht von leichten Verhaltensauffälligkeiten bis hin zu schweren geistigen Behinderungen. In Deutschland lebt nach Schätzungen der Autismusambulanz jeder tausendste Mensch mit autistischen Zügen.

Veröffentlicht von
Tags:

Mehr aus diesem Studio:

Zum Archiv Leipzig

Jubiläum 2017

53 queries in 1,003 seconds