Safer Internet Day – Internetaufklärung für Eltern und Kinder

6. Februar 2019 Aktuelles/Presse, Chemnitz

Das Internet ist ein Ort, der viele Möglichkeiten bietet: Wir können Filme schauen oder Musik hören, miteinander kommunizieren, unserer Kreativität freien Lauf lassen und sogar einkaufen.
Man könnte es auch mit dem Wilden Westen vergleichen. Warum? Es gab Gesetzlose, Regeln und Kontrollinstanzen waren beschränkt und generell war irgendwie alles möglich. Im Internet ist das ähnlich. Dort können wir ebenso auf die verschiedensten Gefahren stoßen: Cyber-Mobbing, Betrug verschiedenster Art oder Diebstahl von geistigem Eigentum. Gerade bei letzterem, können auch wir, schneller zum Verbrecher werden, als uns bewusst ist.
Vor allem wird es schwierig, wenn die Menschen mit diesem Problem konfrontiert werden, die sich noch nicht gut genug damit auskennen: die Kinder.

Aus diesem Grund organisierte der SAEK Chemnitz in Kooperation mit der Stadtbibliothek Chemnitz und der Polizeidirektion Chemnitz ein Angebot zum diesjährigen Safer Internet Day. In drei verschiedenen Workshops konnten sich am Vormittag über 50 Schüler über die Gefahren, die im World Wide Web lauern, informieren. Die Fünft- bis Siebtklässler haben teilweise schon diverse (auch negative) Erfahrungen gesammelt und konnten sich somit erfolgreich miteinbringen.

Am Abend gab es die Möglichkeit für die Eltern im Rahmen eines Medienelternabends ebenfalls Neues über das Internet und darüber was ihre Kinder da anstellen, zu lernen. Im Rahmen eines Speeddatings konnten Eltern verschiedenen Experten der Stadtbibliothek, der Polizei, der Organisation Plan B von der Diakonie Chemnitz, der Elternarbeit und Gewaltprävention, des Chemnitzer Computerkurses und des SAEK Chemnitz, Fragen zu verschiedenen Themen stellen: Sicheres Onlinespielen, Folgen der kriminellen Machenschaften im Netz für alle, Jugendschutz, Cyber-Mobbing oder Mediensucht. An fünf Tischen wartete jeweils ein Experte, der sich den Fragen stellte. Nach 15 Minuten, gab es dann ein Zeichen und die Teilnehmer wechselten den Tisch zum nächsten Experten.

Das Konzept des Speeddatings erwies sich dabei als sehr spannend. Selbst, wenn die Eltern keine direkten Fragen an die Experten hatten, ergab sich doch immer ein wissenswertes und interessantes Gespräch, bei dem die 15 Minuten wie im Fluge vergingen. Motive für die Fragen der Eltern waren beispielsweise Sorgen oder Ängste, für die Sicherheit ihrer Kinder oder auch die Prävention von Gefahren wie u.a. Cyber-Mobbing. Gleichermaßen wollten sie Antworten auf eine gewisse Hilflosigkeit, zu die sie das Internet drängt: wie reagiere ich in bestimmten Situationen oder ist Verbot eine Lösung?
Ob die Anwesenden nun erschienen sind um Fragen zu klären oder einfach ein wenig Wissen mitzunehmen, das Konzept, die Aussagen der Experten und der ganze Abend stieß auf positive Resonanz und konnte wohl zumindest etwas Einblick in die Tücken und Probleme des Internets geben.

Wenn das Internet also dem Wilden Westen gleicht, dann gilt es den Sheriff zu finden, der für Ordnung sorgt. Am Safer Internet Day wurde diese Position gleich von vielen verschiedenen Instanzen übernommen und dadurch haben die Kinder und Eltern zumindest einen kleinen Eindruck über den „richtigen“ Umgang im Netz gewonnen.

von: Florian am Ende

Jubiläum 2017

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