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WM-KOLUMNE Live-Ticker, Radio, stockender Internetstream 2 Mädchen im SAEK Riesa. Wir wollen Fußball sehen, doch leider hängen alle Live-Streams oder sind völlig überlastet/nicht mehr auffindbar/anderweitig blockiert. Was noch bleibt ist das Radio, laut schallen die Moderatorenstimmen aus dem Nebenraum und wir im Büro und Eingangsbereich. Ein Rechner zeigt anfangs noch verzögert und pixelig die Spieler und den Ball, doch auch das reicht nicht aus. Parallel wird angestrengt nach Live-Tickern gesucht, die eventuell mal nicht sofort abstürzen, man liest es sich vor, sucht nebenbei weiter. Freunde werden angerufen, soeben geschehenes lässt man sich kurz erzählen, gibt die Infos auch direkt weiter... Neue Technik machts möglich, denn auch im Android-Market auf dem Smartphone werden passende Apps gesucht, die das Spiel womöglich verbildlichen könnten oder wenigstens ausnahmsweise lückenlos erreichbar sind. Doch auch hier das gleiche Bild: Abstürze und Ausfälle aufgrund der völligen Überlastung. Nicht, nein wirklich überhaupt nicht schön. Ebenso das Spiel der Deutschen an diesem Tag gegen die Serben. Denn auch in der 60. Minute steht es immernoch 1:0 für Serbien. Auch nach dem „gehörten“ Elfmeter, der laut Ticker und Radio DIE Chance gewesen wär, keine Änderung! Traurige Minen voller Frust sehen sich an, suchen weiter nach brauchbaren Ergebnissen und sind nicht nur bedrückt wegen dem Spiel, sondern auch wegen der improvisierten Multimedia-Übertragung im Keller des SAEK Riesa. (Autorin: Sabrina Lange)
Ganz schön viel Stress, für Sabrina zu viel – mal raus an die frische Luft. Die Suche nach bewegtem Bild geht weiter, Text + Ton sind da. Auch was die Netzgemeinde so von sich gibt: der verzweifelte Versuch nach Videobild gleicht einer tragischen Odyssee, die nie enden und wahrscheinlich erfolglos bleiben soll. Das Vergnügen Fußball mit allen Sinnen zu geniessen bleibt bisher aus – Blick auf den Live-Ticker – neue gelbe Karte für Schweinsteiger. Trotz schlechter Nachrichten werden die Infos mit Begierde aufgesogen. Sieht aktuell nicht gerade gut aus für die deutsche Mannschaft... Der Radiokommentator aus dem Nebenraum überschlägt sich mit seiner Stimme!!! - doch selbst in der 79. Minute wieder nur das Aluminium getroffen... Sehen, Lesen, Hören – auf mehreren verschiedenen Signalwegen – das völlig neue Fußballerlebnis, die Spannung steigt, immernoch kein bildliches Erlebnis und auch noch kein Tor für Deutschland. Die 81. Minute: „Jaaaaa, Nadine..... das Bild ist da, ich hab nen laufenden Stream gefunden...!!!“ - die letzten 10 Minuten noch das völlige Erlebnis. Ein PC zeigt alles an, schnell die Stühle zusammengerückt - „Public Viewing“ der etwas anderen Art. Die Gemüter fahren hoch, zwischen Glücksgefühl, dass der Stream läuft und Frust das die deutschen Spieler das Runde nicht ins Eckige, sondern nur darüber, darunter, links und rechts vorbei und an die Latte bekommt. 87. Minute: taktisches Geplänkel der Serben, eindeutig Zeit schinden. Dank des Bildes können wir es selber fachmännisch analysieren was wir da sehen. 90 Minuten vorbei, 3 Minuten Nachspielzeit gibt’s, gespanntes warten, vielleicht doch noch ein Ausgleich? Wir und der Kommentator geben die Hoffnung nicht auf. Gespanntes warten und weiter gucken – das visuelle Liveerlebnis bis zum endgültigen Apfiff auskosten. Serbischer Spieler verletzt, noch einige Sekunden, doch nach 94 Minuten das Ende des traurigen Spiels. (Autorin: Nadine Aggour)
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