Podiumsdiskussion zum Thema „Hass im Netz“

12. Dezember 2018 Görlitz, Studio News

Dass etwas gegen das zunehmende Phänomen Hass im Internet, auch Hate Speech genannt, getan werden muss, darüber waren sich die Podiumsgäste  auf der Veranstaltung „Hass im Netz – Zwischen Meinungsfreiheit und Hetze“ am 4. Dezember in der Görlitzer Stadtbibliothek einig. Nach einem kurzen und informativen Input von Thomas Rakebrand von der Universität Leipzig diskutierten vor interessierten Publikum er und Björn Schreiber von der Freiwilligen Selbstkontrolle Multimedia-Diensteanbieter, Ringo Hensel von der Görlitzer Staatsanwaltschaft, Redaktionsleiter Sebastian Beutler von der Sächsischen Zeitung Görlitz und Otto Kronschwitz vom A-Team des Second Attempt e.V.  Die Gäste hatten durchaus verschiedene Ansichten darüber, inwiefern jeder einzelne als auch die Anbieter etwas gegen Shitstorms und Demütigungen im Netz tun können und wer dazu inwieweit verpfichtet ist. Aber auch das Publikum konnte sich durch eigene Meinungsbeiträge und Fragen in das Podium mit einbringen.

Im Gesamten wird uns der Hass im Netz wohl noch eine Weile beschäftigen und die Frage nach der richtigen Strategie und effektiven Maßnahmen muss immer wieder neu diskutiert werden. Wichtig ist die Courage jedes Einzelnen im Netz als auch offline gegen Hetze vorzugehen, strafbare Inhalte anzuzeigen oder Behauptungen und Fake-News immer wieder neu zu hinterfragen. Nur so können wir gemeinsam einen Raum im Internet schaffen, in dem sich Menschen egal welchen Geschlechts, welcher Herkunft oder Hautfarbe, welcher politischen, religiösen oder sexuellen Orientierung wohl fühlen.

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