Die Zeit läuft – Rätsel, Abenteuer und Nervenkitzel im SAEK Escape Room

25. Juli 2017 Mediathek, Studio Leipzig

Vom 10. bis zum 14. Juli 2017 drehte sich im SAEK Leipzig alles um Rätsel, Geheimnisse und geschlossene Räume. Sieben mutige Teilnehmer zwischen 11 und 13 Jahren hatten es sich gemeinsam zur Aufgabe gemacht, einen Escape Room zu basteln.  Escape Rooms, das sind Räume, aus denen man nur mit Hilfe von verschieden kombinierten Objekten und dem Lösen von Rätseln, ähnlich dem Videospielgenre Point-&-Click Adventure, wieder herauskommen kann. Der erste Escape Room wurde 2007 in Japan eröffnet. Seitdem werden auf der ganzen Welt Menschen zu Rätselknackern und Detektiven, die Geheimnissen auf der Spur sind.

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Aber wie macht man so einen Raum selbst und kann man das überhaupt? Das fragten sich die Mädchen und Jungen, die zum Teil selbst schon Gäste in verschiedenen Escape Rooms waren. Zum Auftakt und Kennenlernen spielten sie gemeinsam einen von den Mitarbeitern des SAEK erstellten Raum durch. In diesem mussten sie dem Bürokobold Bror entkommen, kombinieren, rechnen, blind tasten und ganz genau hinsehen. Danach wurden Rätsel und Raumgestaltung ausgewertet und erste Ideen für einen eigenen Raum entwickelt.

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Nachdem ein übergeifendes Thema gefunden wurde –  der Computer schlägt, nach zahlreichen Selfies, unnötigen Fotos von Essen und wenig sinnvollen Googleanfragen, zurück und sperrt die Spieler deshalb ein, machten sich die Mädchen und Jungen daran, eine Dramaturgie zu entwickeln, Rätsel zu konzipieren und fleißig multimedial zu produzieren. So entstanden unter anderem ein Stopptrickfilm, mehrere selbst programmierte Computerspiele und Audiohinweise, mit denen zwei Escape Rooms bestückt wurden.

Nach drei arbeitsreichen Produktionstagen wurden unabhängige Tester eingeladen, die die Räume auf Herz und Nieren prüften. So konnte die Gruppe herausfinden, ob die Rahmengeschichte stimmig war, welche Rätsel funktionierten, welche noch verbessert werden konnten und wieviel Zeit man den Spielern geben sollte. Gemeinsam mit den Testern wurde diskutiert und über kleine Fehler im Ablauf, wie beispielsweise einen vergessenen Lösungszettel im Raum, gelacht.

Am letzten Projekttag wurde es ernst: Alle Teilnehmer luden ihre Familien zum Ausprobieren der Räume ein. Der Clou: Die Spieler in beiden Räumen mussten zusammenarbeiten und Hinweise kombinieren, um ans Ziel zu kommen. Nach spannenden, fast 45 min, in denen nicht nur in, sondern auch vor den Räumen von den Rätselmachern mitgefiebert wurde, konnten alle Spieler die Türen öffnen.

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Einen Einblick in die Woche gibt diese kleine Dokumentation:

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